“Was wir gerne vor unserer Buchung gewusst hätten”
Vorab ein wichtiger Hinweis: Wir ließen uns bei unserer Buchung von der hervorragenden Durchschnittsbewertung (damals 9,5) stark beeinflussen. Rückblickend fiel uns auf, dass sich zahlreiche sehr positive Rezensionen in Aufbau und Stil ähneln. Viele Formulierungen („perfekt“ und „bis ins kleinste Detail“) werden oft verwendet. Manches erinnert stark an die Hotelwebsite. Ein Gast schildert, die Gastgeberin habe ihn nachträglich kontaktiert, weil seine Bewertung aus ihrer Sicht nicht positiv genug gewesen sei. Auch uns bat die Masseria zweimal schriftlich, unsere bereits veröffentlichte Google-Bewertung zu löschen. Wir haben diese Fakten zur Prüfung gemeldet. Insgesamt ist es eine recht schöne, aber aus unserer Sicht überteuerte Masseria. Sieht man von den Problemen mit Privatsphäre und dem Umgang mit Kritik (siehe weiter unten) ab, würden wir sie mit 5-6/10 bewerten. Mit den Problemen ist es leider nur 1/10. Wir empfehlen, vor einer Buchung nicht nur diesen Review, sondern auch andere kritische Bewertungen und v.a. die Antworten der Unterkunft zu lesen. ZIMMER: 8/10. Das Zimmer bestand aus zwei verbundenen und geschmackvoll eingerichteten Trulli. Es fehlten allerdings Ablageflächen. Die Badewanne war wegen des kurzen Schlauchs kaum als Dusche nutzbar. Man konnte von außen hineinsehen. LAGE: 7/10. Einsam und ruhig, mit Blick auf bewaldete Hügel, aber auch auf Hochspannungsmasten. ESSEN: 7/10. Unser Abendessen war gut. Der uns vorher nicht mitgeteilte Preis von 186 Euro für zwei Personen einschließlich eines einfachen Weins erschien uns jedoch sehr hoch. In mehreren Slow-Food-Osterien der Umgebung fanden wir das Essen besser und es war erheblich günstiger. ANLAGE: 6/10. Schönes Haupthaus, netter Pool, aber eher karg. Ein riesiger Parkplatz dominiert. FRÜHSTÜCK: 5/10. Für eine Unterkunft dieser Preisklasse fanden wir das Frühstück sehr schlicht. Der Kaffee war mäßig. PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS: 3/10. Wir bezahlten 3.321 Euro für 9 Nächte. Andere Masserien, in denen wir waren, boten aus unserer Sicht deutlich mehr für weniger Geld. KONTROLLE: 1/10. Unser Zimmer wurde in unserer Abwesenheit unangekündigt und außerhalb der bereits abgeschlossenen Reinigung betreten. Die Gastgeberin erklärte mündlich, sie müsse kontrollieren, ob die Gäste sich an die Regeln hielten. Sie bestätigte uns dies auch schriftlich. Wir empfanden diese Kontrollen als erheblichen Eingriff in unsere Privatsphäre. Beanstandet wurden Kleinigkeiten wie ein zum Trocknen am Türgriff aufgehängter Bikini und eine Mozzarella im Kühlschrank (entsprechende Regeln waren uns vorher in keiner Weise mitgeteilt worden). Einige Rezensionen berichten von ähnlichen Erfahrungen. VERHALTEN BEI KRITIK: 1/10. Als wir baten, unser Zimmer außerhalb der normalen Reinigung nicht unangekündigt zu betreten, beharrte die Gastgeberin auf ihrem „Recht“. Tonfall und Körpersprache wirkten auf uns sehr aggressiv. Sie teilte uns mit, Gäste wie wir seien unerwünscht (später auch explizit schriftlich). Ihre schriftlichen Nachrichten waren belehrend und scharf. Wir brachen unseren Aufenthalt daher nach 3 von 9 gebuchten Nächten ab. Zunächst wollte sie uns für die 6 ungenutzten Nächte nichts zurückzahlen (obwohl sie unser Zimmer in 3 Nächten weitervermietet hatte, wie wir später erfuhren). Nach über 30 Nachrichten erstattete diese uns schließlich 1.215 von 2.214 Euro. Zum Umgang mit Kritik siehe auch andere Bewertungen und v.a. die Antworten der Unterkunft. Auf Google finden sich weitere aufschlussreiche Beispiele
Nikolaus5 days ago